Dr.-Ing. Daniel Schmitt
Charakterisierung der Bindung von Metallionen an natürliche organische Substanzen und deren Auswirkungen auf Adsorption und Transport

Die Verteilung von Schwermetallen in aquatischen Systemen ist ein Basisphänomen, das durch die Industrialisierung eine besondere ökologische Bedeutung erlangt hat. Für das Verständnis der dabei entscheidenden Vorgänge ist die Kenntnis der Dynamik des Metalltransports und seiner Beeinflussbarkeit wichtig. Adsorptions- und Desorptionsprozesse einerseits und die aus Komplexbildung resultierenden Bindungsformen andererseits sind hierbei von maßgeblichem Einfluss. Mit zu den bedeutendsten Liganden für die Interaktion mit Metallionen zählt die natürliche organische Materie (NOM), ein Stoffgemisch, das Licht und UV-Strahlen absorbiert und biologisch relativ schlecht ab- und umbaubar ist. Der komplexen Struktur steht eine in vielfacher Richtung zuverlässig quantifizierbare Funktionalität gegenüber. Herr Schmitt hat sich die Arbeit gewählt, um die Auswirkungen von NOM auf die Adsorption und den Transport von Metallionen in aquatischen Systemen systematisch zu untersuchen. Es gelang ihm, durch die Typisierung der umweltrelevanten Metallverbindungen ihre Wanderung in Grundwasserleitern zu beschreiben. Durch Modellrechnungen lassen sich die experimentell erhobenen Werte für die Vorhersage von Kontaminationen im Grundwasser sowie für die Planung technischer Sanierungsmaßnahmen und Schutzkonzepte nutzen.

Preisgeld: 3.000 € für Dr.-Ing. Daniel Schmitt – Dissertation